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8 Dinge, die du während deiner Reise durch Australien begreifst

8 Dinge, die du während deiner Reise durch Australien begreifst

Vielleicht liegt es daran, dass Australien so groß ist. Vielleicht an den Leuten. Vielleicht an meinen Reaktionen auf Australiens Einzigartigkeit! Was auch immer es ist – diese 8 Dinge zeigen dir, wie eine Reise durch Australien wirklich ist!

1. Das Alter ist nicht mehr als eine Nummer

Reisen ist nur was für junge Menschen? Nicht in Australien! Jedes Mal wenn wir auf einem Rastplatz hielten – ganz gleich ob in Westaustralien, im roten Zentrum oder an der wuseligen Ostküste: Jedes Mal kam es uns so vor, als hielten wir in einem Altersheim. In Australien ist es üblich, dass man selbst im gehobenen Alter reisen geht! Nach einer Weile sind wir auf den Begriff „Grey Nomads“ gestoßen, der wirklich passend ist. Das ganze ermuntert mich wirklich: Den auch ich hätte große Lust, im Alter noch Felsen zu besteigen, Fledermaushöhlen zu erforschen und mich auf dem Rastplatz auszuruhen – während mich die kleinen Backpacker-Kids als „Grey Nomads“ bezeichnen.

2. Wie gewonnen, so zerronnen

Ich habe in Perth einen Geländewagen zu einem teuren Preis gekauft. Ich dachte mir: Was teuer ist, muss ja schließlich gut sein. Doch weit gefehlt: Ich musste viel Geld für Reparaturen zahlen. Als ich 7 Monate später in Darwin ankam, hatte ich für die Reparaturen mehr gezahlt als ursprünglich für das Auto.

Ich hatte im Westen und Norden des Landes gutes Geld verdient und wollte damit an die Westküste fahren. Das restliche Geld wollte ich sparen. Doch kurz vor dem Ziel habe ich einen Strafzettel in Höhe von 500 AUD bekommen. Ich stand unter Druck, das Auto vor meinem Abflug rechtzeitig zu verkaufen und wurde es lediglich für ein Viertel des ursprünglichen Preises los. Wie sagt man so schön: Wie gewonnen, so zerronnen. Klar, man verdient viel in Australien, aber man wird das Geld auch schnell wieder los.

3. Die Hälfte der Dinge, die du willst, brauchst du nicht

Während des Roadtrips in Australien wurden mir einige Dinge bewusst: Ich brauche tatsächlich nicht viel. Ich brauche keine Luxustoiletten, ich brauche kein Facebook, ich brauche keine tollen neuen Schuhe. Was ich brauche: Wasser, Essen und Schlaf. Was ich damit sagen will: Nicht jeder soll jetzt sein Handy wegschmeißen und wie Höhlenmenschen leben. Wir sollten allerdings darüber nachdenken, bescheidener zu leben. Muss ich Facebook wirklich stündlich checken? Brauche ich wirklich die neuesten Dinge. Es kann ganz erfrischend sein, sich weniger auf Dinge und die sozialen Medien zu fixieren und ausschließlich im Jetzt zu leben.

4. Australier sind auf die seltsamsten Dinge stolz

Australier lieben es, zu übertreiben. Einige Male stand ich vor australischen Sehenswürdigkeiten und dachte mir: Das ist nicht das, was ich erwartet habe. Pinnacle Desert, Staircase tot he moon, Kakadu. Klar, all die Orte sind wirklich sehenswert. Aber die besten Momente waren die kleinen. Als beispielsweise ein Emu neben einem Schild „ Warning! Emu on the road“ stand, als ich ein verwaistes Kalb fütterte, damit es nicht verhungert. Auch toll fand ich die riesigen abstrusen Obststatuen.

5. Australien – ein Land voller Möglichkeiten

Work hard and play hard. In Australien gibt es tausend Möglichkeiten! Als ich in einer ländlichen Gegend in Western Australia lebte, hatte ich zum Beispiel die Möglichkeit, neue Skills auf der Arbeit zu lernen. Ich versuchte viele neue Hobbys und lernte Leute kennen, die mir allerlei neues Wissen beibrachten. An den Wochenenden machten wir uns auf den Weg, neue Abenteuer zu erleben: Wir fuhren mit dem Geländewagen die Gibb River Road entlang, angelten im Keep River National Park, kletterten durch Grotten, besuchten Wasserfälle, gingen auf die Jagd! Wir erlebten so viel! Jedes Mal wenn wir den Campingplatz verließen gab es neue Abenteuer, die mit unzähligen neuen Erinnerungen verbunden waren.

6. Es gibt die Guten und die Schlechten

Wie überall auf der Welt gibt es in Australien nicht nur nette Menschen. Ich hatte das Glück einige tolle Freundschaften zu schließen. Aber während meiner Reise machte ich auch Bekanntschaften mit schrecklichen Leuten. Auf einem Campingplatz in Western Australia filmte beispielsweise ein Mann einige Frauen in der Dusche. Als wir ihn entdeckten, hielten wir ihn gemeinschaftlich auf – ganz ohne Gewalt. Die Polizei kam und nahm in Fest. Das Handy wurde konfisziert. Ich war stolz auf die Menschen im Camp. Niemand wurde gewalttätig – obwohl sein Verhaltung unentschuldbar ist. Wochenlang hatte er Frauen gefilmt! Er versuchte immer wieder, sein Telefon zu schnappen und zu entkommen. Aber wir hielten ihn auf, zu fliehen. Eine Erinnerung, die ich noch lange mit mir tragen werde!

7. Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst

Um ein Second Year Visum zu erhalten, müssen Backpacker 88 Tage Farmwork absolvieren. Auch ich träumte von einem Second Year Visum und nahm einen Job auf dem Feld an. Stundenlang musste ich monotone Arbeit in der sengenden Hitze durchführen. Jeden Tag kam ich nach Hause und beschwerte mich über meine Arbeit: „Ich wünschte ich würde in einer Packstation arbeiten. Es wäre so viel einfacher.“ Mein Traum wurde wahr. Kurze Zeit später fing ich in einer Packstation für Mangos an. Ich hatte recht. Es war einfacher. Es war nicht so heiß. Ich musste nicht um 6 Uhr morgens aufstehen. Allerdings war es auch extrem langweilig. Ich arbeitete 7 Tage die Woche, 14 Stunden am Tag. Wenn wir uns mit unseren Nachbarn unterhielten wurden wir versetzt. Sie drohten mit Kündigung wenn wir Pausen machten. Wir konnten keine Musik hören. Heb die Mango auf, verpacke die Mango. Das wars! Wenn die Box voll war, musste sie aufs Band. Ich hasste diesen Job. Deshalb wechselte ich und baute stattdessen Wassertanks – so absolvierte ich die restlichen 88 Tage! Bis heute mag ich keine Mangos…

8. Australien wimmelt von tödlichen Kreaturen

Krokodile, Haie, Spinnen, Schlangen, Quallen: Jeder weiß, dass es in Australien tödliche Tiere gibt. Was ich nicht wusste: In Australien gibt es Ameisen, die so groß sind, wie mein kleiner Finger. Es gibt beißende Fliegen, Skorpione, Parasiten, Bakterien, die in der Regenzeit gedeihen, Schlamm, der dich töten wenn du ihn barfuß betrittst. Und – mein Lieblingstier – ein Tarantula Hawk – eine riesige schwarze Wespe mit einem riesigen Stachel! Ein Stich von ihr ist eine 10 auf einer Schmerzskala von 1 bis 10. Wenn jemand gestochen wird, sollte man die Person einfach auf den Boden legen und ihn schreien lassen! Viel Spaß beim Reisen, Leute! Denkt daran, in eure Schuhe zu schauen, bevor ihr sie anzieht!

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