Von Melbourne nach Sydney – Road Trip

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von Melbourne nach Sydney

Das Auto ist gepackt, der Tank ist voll und es ist Zeit, aufzubrechen. Von Melbourne nach Sydney! Diesen Roadtrip, der nicht der erste in Australien ist, nehmen wir gelassen. Kein Plan, aber eine Landkarte! Es gibt zwei Bedingungen: wir wollen an der Küste bleiben und für das Neujahrsfeuerwerk in Sydney sein. Wir haben also 7 Tage.

Phillip Island

Wir verließen den Charme der Street Art und der kosmopolitischen Atmosphäre Melbournes im Morgengrauen. Selbst im Stadtzentrum waren die Straßen leer, obwohl es mitten in der Woche war. Dann wurde uns klar warum: Wir waren auf dem Melbourne CityLink, eine der wenigen Mautstraßen in Australien! Die Maut bezahlt man online, da es hier, im Gegensatz zu Europa, keine Kassenhäuschen gibt.

Gut zu wissen: Nur in Sydney, Melbourne und Brisbane gibt es gebührenpflichtige Straßen. Plane deine Route im Voraus, um diese Überraschungen zu vermeiden!

Eineinhalb Stunden, immer noch früh am Morgen, später kamen wir in Phillip Island ein. Ich werde die unglaublichen Farben des Morgenlichts nie vergessen. Wir verbrachten den Tag damit, die Insel zu erkunden und Fotos von den atemberaubenden Strände zu machen. Falls du noch keine Koalas gesehen hast, dann musst du dort hin! Auf einem Eukalyptusbaum oder am Straßenrand sitzend, lassen diese großen Flauschtiere dein Herz schmelzen. Eine weitere Touristenattraktion auf dieser charmanten Halbinsel sind die Pinguine! Wenn du Glück hast, siehst du sie am Strand entlang spazieren. Eine tolle Gelegenheit, um Bilder zu machen! Denke jedoch daran, dass man in Australien der Natur sehr nahe steht und Respekt vor der Natur hat. Daher ist es wichtig, die Tiere nicht in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören.

 

von Melbourne nach Sydney phillip island

 

Wilsons Promontory National Park

Am späten Nachmittag besuchten wir den Wilsons Promontory National Park, der 120 km südöstlich liegt. Der „Prom“, wie die Einheimischen es nennen, ist ein 50.000 Hektar großes Naturschutzgebiet, das die gesamte Halbinsel Wilsons Promontory einnimmt. Um am meisten zu sehen, geht man am besten zu Fuß. Da wir keine Wanderfans sind, besonders an Orten, die für eine Vielzahl von Giftschlangen bekannt sind, haben wir uns für uns für die Alternative entschieden: den Strand! Nach einem kurzen Spaziergang im Busch fuhren wir zum Squeaky Beach. Der Nationalpark ist berühmt für seine Wanderwege, aber auch für die diverse Flora und Fauna. Der Park verfügt über mehrere Campingplätze, aber bedenke, dass diese in den Schulferien sehr beliebt sind. Vergiss nicht, Wasserflaschen und Mückenschutzmittel mitzunehmen.

Highlights: Mount Oberon Summit. Bei dieser einstündigen Wanderung (mittelschwer / schwer) wirst du mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

Gut zu wissen: Der Wilsons Promontory National Park ist auch als Tagesausflug von Melbourne aus machbar, was nur zwei Autostunden entfernt ist.

 

Mehr dazu: Ein Besuch im Wilsons Promontory National Park

 

von Melbourne nach Sydney wilson promontory

 

The Gippsland

Am Ende des Tages fuhren wir zu The Gippsland, weniger als 200 km von Wilsons Promotory entfernt.

Das grüne und wilde Gippsland bringt dich in die Natur. Dort befindest du dich allein inmitten gigantischer Wälder und endloser Strände. Für Naturliebhaber ist das Gippsland ein großartiges Reiseziel. Wir haben die gesamte Region bis zur Grenze von New South Wales durchquert.

Wir begannen den Tag mit einem Besuch in Raymond Island. Diese kleine, 6 km lange und 2 km breite Insel liegt nur 200 m von der Küste entfernt. Man muss trotzdem eine Fähre nehmen, um dorthin zu gelangen. Fußgänger und Radfahrer (im Gegensatz zu Autos) müssen nicht für die Fähre bezahlen. Daher haben wir uns entschlossen, in Payneville Fahrräder zu mieten (es gibt übrigens keine Geschäfte auf der Insel). So konnten wir die Heimat der Koalas und Kängurus in aller Ruhe zu erkunden. Mit etwas Glück siehst du auch Delphine und Seelöwen. Wir hatten einen tollen Morgen in diesem kleinen Paradies.

Am Nachmittag fuhren wir zum Lake Entrance, einem kleinen Badeort, der bei Australiern sehr beliebt ist. Im Hafen gibt es frischen Fisch und verschiedene Wasseraktivitäten. Leih dir ein Kayak, um Lake Entrance zu erkunden (Mehrere Geschäfte bieten Kajaks an). Wir hatten eine Portion gebratener australischer Meeresfrüchte, wobei es schade war, dass sie gebraten wurden, wenn man die Qualität und Frische der Meeresfrüchte bedenkt. Dann fuhren wir weiter nach Eden, New South Wales.

Gut zu wissen: Auf Raymond Island findest du Picknickplätze und schöne Strände.

Von Eden nach Narooma

An diesem Tag kamen wir schließlich in New South Wales an, genauer gesagt in Eden, einem charmanten Fischerdorf. Als wir das türkisfarbene Wasser und die weißen Sandstrände bewunderten, wollten wir einfach nur dort bleiben! Wir mussten unsere Reise allerdings in Richtung Norden durch die schönen Orte der Sapphyr Coast fortsetzen. Wir hatten nicht gewusst, dass die Südküste von NSW so wunderschön ist. Die Straße entlang der Küste ist manchmal kurvenreich, aber die Landschaft ist unglaublich. Hinweisschilder zeigen dir, wo du anhalten musst, um ans Meer zu gelangen. Obwohl nur 130 km zwischen Eden und Narroma lagen, brauchten wir ganze 3 Stunden, um die Gegend zu erkunden, da es so viel zu sehen gab. In Narooma haben wir angehalten, um für ein paar Stunden den Strand und das klare Wasser zu genießen. Wir machten Fotos von kleinen bunten Fischen, die unsere Füße kitzelten. Abends hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir wurden einfach von diesem Ort verführt … aber zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass es sogar noch eine Steigerung gibt. Wir verbrachten die Nacht auf einem Parkplatz am Strand, wo großzügige Nachbarn ihren Fang des Tages mit uns teilten.

Gut zu wissen: Wenn du von Ende August bis Ende Oktober in Eden bist, darfst du die Wale nicht verpassen. Beobachte sie entweder vom Ufer aus (möglicherweise benötigst du ein Fernglas) oder buche eine Whale-Watching Tour.

Unser Favorit: Auf der 130 km langen Strecke zwischen Eden und Narooma hast du eine unglaubliche Aussicht in alle Richtungen und die Strände sind atemberaubend.

 

von Melbourne nach Sydney batemans bay

 

Batemans Bay

Wir fuhren dann nach Batemans Bay, 80 Meilen nördlich. Was dort auf uns wartete, hat uns umgehauen. Die Straße, die in das kleine Dorf Batemans Bay führt, ist, genau wie am Vortag, atemberaubend! Wir machten Mittagspause in Batemans Bay, einem typisch australischen Küstenort. Die eher ungewöhnliche Brücke, die es dort zu sehen gibt, ist das Symbol und der Stolz der Stadt. Wir fuhren dann weiter zu Jervis Bay. Der Nachmittag war heiß und sonnig, so dass wir auf der Fahrt an mehreren Stränden zur Abkühlung anhalten mussten. Auch diese Strände waren traumhaft.

Gut zu wissen: Hier gibt’s einen tollen Skatepark.

Jervis Bay

400 Kilometer trennten uns noch von Sydney. Wir verbrachten den Tag am Strand von Jervis Bay, der für sein kristallklares Wasser und mehlfeinen Sand bekannt ist. Die Tagesordnung war schnell festgelegt: Schnorcheln und Kajakfahren. Jervis Bay ist nicht nur einer der schönsten Strände Australiens, sondern auch einer der sichersten. Diese Orte sind eindeutig der Grund, warum ich in Australien bin. Ein paar Meilen südlich befindet sich Hyams Beach, der laut dem Guinness Buch der Rekorde den “weißesten Sand der Welt” hat. Dieser Ort ist eines unserer Top 3 MUST DO in Australien. Wir wären am liebsten noch einen Tag oder eine Woche länger dort geblieben. Denk aber daran, dass dieser Ort auch bei Leuten aus Sydney sehr beliebt ist. Daher sind die Strände in den Schulferien überfüllt und die Preise steigen.

Gut zu wissen: Der Ort zieht viele Delfine und Wale an.

Wichtig: Maske, Schnorchel und Kamera. Wenn du Freunde von zu Hause eifersüchtig machen willst, machst du einfach hier ein Selfie.

 

Mehr dazu: Ein Wochenende in Jervis Bay

 

von Melbourne nach Sydney jervis bay

 

Sydney

Der letzte Abschnitt des Weges zwischen Jervis Bay und Sydney war wegen Silvester überfüllt. Nachdem wir frühmorgens abgereist waren, kamen wir am Nachmittag nördlich von Sydney Bay an. So blieb uns etwas Zeit für einen kurzen Stopp in Kiama, berühmt fürs Surfen. In Boyds Beach finden jedes Jahr die Weltmeisterschaften statt.

Die eigentliche Fahrt endet hier vor den Toren von Sydney, wo wir geplant hatten, in jenem Jahr Silvester zu verbringen. Nach einer zweistündigen Fahrt erreichten wir die Innenstadt. Es war laut und hektisch, genau das Gegenteil von dem, was wir in den Tagen zuvor erlebt hatten.

Wir folgten aber nicht der Menge, sondern suchten auf der Stadtkarte einen Ort am Stadtrand, der einen schönen Blick auf die Harbour Bridge zu bieten schien. Ein paar Stunden vor Mitternacht erkundeten wir die Gegend um den Zoo. Wir kamen dann nach einer halbstündigen Wanderung durch den Busch bei einem Felsen an, von dem man 80% freie Sicht über das Feuerwerk hatte. Und das Sahnehäubchen war, dass nur etwa zwanzig Menschen, und dazu aus der ganzen Welt, dort waren. Das war eine der besten Partys in Australien.

Diese unglaubliche Reise endete dann am Sydney Opera House. Sowohl die Victoria Coast als auch die New South Wales Coast haben uns mit ihren unglaublichen Farben und wilden Küsten umgehauen. Australien hat erneut nicht zu viel versprochen.

 

Artikel geschrieben von Charlie
Bildnachweis: Tourism Australia, John McFee / Kreuzfahrten zur Wildlife Coast, Phillip Island Nature Park

 

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