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Von Paris nach Australien: Lili, die Surflehrerin in Australien

Von Paris nach Australien: Lili, die Surflehrerin in Australien

Lili (@lili_coffin) ist eine 28-jährige Französin, die in einem kleinen Dorf in Frankreich groß wurde. Vor ein paar Jahren hat sie sich entschieden, dem Alltagstrott in Paris den Rücken zu kehren, um Surflehrerin in Australien zu werden. Heute leitet sie ein Surfcamp und eine Surfschule südlich von Sydney. In unserem Blog erzählen wir ihre Geschichte.

Ein Treffen, das ihr Leben veränderte

Eines Tages traf Lili in einem Surfcamp in Portugal auf Sam – eine Begegnung, die ihr Leben veränderte. Denn durch den Australier Sam wurde Lili ermutigt, etwas aus ihrem Leben zu machen. Lili stand kurz vor ihrem Abschluss und wusste nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie studierte Computergrafik und Innenarchitektur. Wollte aber lieber reisen statt in die Arbeitswelt. Eigentlich wollte sie nur eines: Jeden Tag sufen! Kurze Zeit später saß sie mit Sam im Flugzeug nach Australien: mit einem Working Holiday Visum und ohne gute Englischkenntnisse. Sie ließ das Leben in Frankreich hinter sich, sie träumte von großen Abenteuern und davon, ein neues Leben zu starten.  

Ein Neustart in Australien

Lilis Abenteuer begann in Sydney. Wie viele Backpacker war sie erstaunt, wie freundlich und entspannt die Australier und andere Reisende sind. Schnell machte sie neue Freunde, mit denen sie all ihre neuen Erfahrungen und Eindrücke teilen konnte. Oftmals machte sie sich aber auch alleine auf den Weg: „Mit Kopfhörern und meinem Lonely Planet ging ich durch die Stadt – alleine. Das beste Gefühl, das ich jemals hatte.“ In Bondi Beach fand sie einen Job in einem Souvenirladen – ein Traum.

Es war ein Traum – aber nicht ihrer. Das wurde ihr nach 1,5 Jahren bewusst. Sie wollte am Meer leben, den ganzen Tag im Badeanzug sein, jeden Tag surfen, in einem Van leben – Sie wollte das große Abenteuer. Viele Leute wissen, dass man schnell wieder in seinen Trott zurückfällt, wenn man in der Stadt lebt. Sie hat vergessen, weshalb sie eigentlich nach Australien gegangen ist. Beinahe wäre sie nach Frankreich zurückgekehrt…

Eine verrückte Idee

Sam sprach die Idee aus: Wieso nicht einfach ein eigenes Surfcamp eröffnen, um Geld zu verdienen und jeden Tag surfen zu gehen? Die beiden eröffneten ein Surfcamp in Thirroul. Hier können Gäste von einer Woche bis zu drei Monaten bleiben und das Surfen lernen – australische Entspanntheit inklusive. Lili war für das Marketing verantwortlich. Sie machte Fotos und Videos, kümmerte sich um die Webseite, den Social Media Auftritt und die Übersetzung der Webseite ins Französische.

Australien – das perfekte Land für Lili

Für Lili ist Australien nicht nur ein Land, es ist ein Lebensrythmus, der zu ihr passt. In Australien verwirklicht sie ihren Traum. 300 Tage im Jahr ist sie in der Sonne. Stück für Stück kommt sie ihrem Traum näher. Ein gesunder Lebensstil, den sie nur hier finden konnte.

In Australien wird man nicht verurteilt. Die Leute fragen nicht, was man macht, sondern wie es einem geht. Sie mag die Freundlichkeit und die Einfachheit der Menschen. Sie hat das Gefühl, dass man hier alles machen kann, was man möchte und man sein kann, wer man will.

Ein Traum wird wahr

Heute leitet sie das Surfcamp abseits von jeglichem Großstadtstress. Sie hat ein neues Logo und eine neue Webseite entworfen. Sie möchte, dass ihr Surfcamp heraussticht. Sie will Qualität – ein hochwertiges Surfcamp, mit Surfkursen, die von qualifizierten Surflehrern geleitet werden, mit schönen Zimmern und Essen, das inklusiv ist. Sie legt ihre Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge und möchte eine Umgebung schaffen, die es den Surfschülern ermöglicht, ungestört surfen zu lernen. Üblicherweise arbeitet sie bis Mai – wenn der australische Winter beginnt. „In Frankreich hätte ich mich so etwas nicht getraut“, sagt sie.

Lili war mutig, ließ den Alltagstrott hinter sich und startete ein neues Leben in Australien. Es ist ein Zeichen dafür, dass man nur den Mut haben muss, neue Schritte zu wagen, um seinen Traum zu erfüllen.

Bilder: Mikala Wilbow – für © Indigo & Salt

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