Surf Regeln – Was tun und was nicht

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Surf Regeln

Herrlich, du bist auf dem roten Kontinent angekommen, umgeben von Ozean und Wellen jeder Art. Es gibt wenige Orte auf diesem Planeten, die besser geeignet sind, um sich im Surfen zu probieren. An den Küsten Australiens ist Surfen einfach Teil der Kultur und wahrscheinlich so beliebt wie bei uns Fußball oder Handball. Vielleicht bist du schon mal mit einem Surfbrett im Wasser gewesen und hast es selbst probiert ? Egal ob du schon zu den etwas erfahreneren Surfern gehörst oder du dir gerade überlegst, vielleicht mal ein Surfboard aus zu leihen, es gibt einige wichtige Surf Regeln. Wir eryählen dir mehr über die Surfers‘ Etikette, – was tun und was nicht, über die du Bescheid wissen solltest, bevor du dich in die Wellen wagst.

Der passende Surf Spot

Beim Surfen wirst du immer wieder an deine Grenzen stoßen und das ist auch gut so. Wichtig ist es aber sich selbst und seine physischen Kapazitäten nicht zu sehr zu strapazieren. Wenn du dich für einen Surf Spot entscheiden möchtest, solltest du dir dafür Zeit nehmen und alle Faktoren berücksichtigen. Nur weil es sich zum Beispiel um einen Beach Break, also eine Welle, die auf einer Sandbank bricht, handelt, heißt das noch lange nicht, dass diese für alle Niveaus geeignet ist. Im Gegenteil, Beach Breaks können super schnelle, hohle Wellen produzieren und starke Strömungen. Gerade wenn der Spot von Klippen umgeben ist oder der Strand eher steil ist, kann auch das rein und raus kommen aus dem Wasser nicht die einfachste Übung sein.

Surfen soll vorallem Spaß machen. Wenn du also an einem unbeaufsichtigten Surf Spot die Wellen testen möchtest und dir selbst noch nicht so sicher bist, solltest du jemanden dabei haben der sich auskennt: Ein Surf Guide ist eine super Idee, der weiß auch wann die Konditionen wo am besten sind, ein Surf Lehrer oder einfach jemand der im Notfall weiß was zu tun ist. Safety first! Außerdem würdest du die anderen Surfer im Wasser in die Bredouille bringen, wenn sie dir aus der Patsche helfen müssen, sollte zum Beispiel deine Leash reißen oder du in eine Strömung  geraten. Klar hat man mal extrem gute Tage aber auch schlechte. Von diesen sollte man sich aber nicht entmutigen lassen!

 

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Im Line-Up

Du hast also einen passenden Surf Spot gewählt und kannst es kaum erwarten ins Line-Up raus zu paddeln und deine erste Welle zu surfen. Erstmal ist es aber gute Manieren zu zeigen und die anderen im Line-Up kurz zu grüßen. Gerade in Australien sind die meisten Surfer super freundlich und immer für einen kleinen Chat bereit. Außerdem machst du so auf dich aufmerksam und wenn du dann doch mal Hilfe brauchen solltest, hilft dir bestimmt gerne jemand aus.

Nun kommt es drauf an, an was für einer Art von Surf Spot du bist. An einem Point Break oder auf einem Reef Break zum Beispiel, brechen die Wellen relativ gleichmäßig an einer Stelle. Natürlich kommt auch mal die ein oder andere größere Welle durch, worauf du auch vorbereitet sein solltest. Gerade wenn dein Duckdive vielleicht noch nicht so sitzt und es ein beliebter Surfspot ist, ist es besser nicht zu tief zu sitzen. Wenn bei einem größeren Set die Bretter fliegen, kann das leicht mal ein paar Beulen und böse Blicke geben. Bei Points und Reefs funktioniert es normalerweise wie eine Schlange im Supermarkt, du stellst dich an und wartest bis du dran bist. Falls du noch am probieren bist, paddle am besten nicht ganz raus und probiere Wellen auf der Schulter zu bekommen. So fühlt sich niemand gestört und du kannst deinen Spaß haben.

Auf einer Beach Break, können die Peaks – die Punkt wo die Welle bricht – stark variieren. Wenn du also raus paddelst und direkt eine gute Welle auf dich zu gerollt kommt, dann nichts wie los. Das heißt, natürlich nur wenn du niemanden direkt neben dir sitzen hast oder schon jemand auf der Welle ist. Generell ist es gut auf einander Rücksicht zu nehmen, damit jeder seinen fairen Anteil an Wellen und Stoke ab bekommt.

 

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Vorfahrtsregeln

Wenn du im Wasser bist und das nicht alleine, gibt es ein paar Vorfahrtsregeln. Ganz wie beim Autofahren, um Unfälle und böses Blut zu vermeiden sollten diese unbedingt von sämtlichen Surfern beachtet werden. Gerade für erfahrenere Surfer kann es mega nervig werden, wenn ständig Leute in ihre Wellen paddeln und nicht wirklich wissen was sie tun.

Ganz egal auf was für einer Surf Break du dich befindest, Regel Nummer eins ist: Der Surfer, der dem Punkt an dem die Welle brechen wird, dem Peak, am nächsten ist, hat Vorfahrt! Wenn du an einer Beach Break bist zum Beispiel und ihr paddelt zu dritt für eine Welle, schau dich um und zieh notfalls aus der Welle raus, wenn jemand anderes besser platziert ist. Außenahmen bestätigen aber nun mal die Regel, auch beim Surfen. Wenn also jemand anderes schon einiges vor dir angefangen hat eine Welle  an zu paddeln, wird diese/r Vorfahrt haben, selbst wenn du näher am Peak sitzt. Allerdings heißt das nicht, dass man weil auf einem Longboard oder einem SUP ist, sich alle Wellen schnappen kann!

Es kann auch mal vorkommen, dass man zu nah am Peak ist. Wenn du dir rechtzeitig bewusst wirst, dass dir die Welle zu steil werden wird, mach dem Surfer neben dir eine Freude, gib ihr oder ihm Bescheid und spar dir einen Waschgang. Auf Longboards ist es ein bisschen einfacher eine Welle zu teilen und manchmal wird dich jemand rein rufen. So eine Chance sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Den Spaß einer Welle zu teilen ist eine absolute Freude! Nun folgen natürlich nicht alle Leute im Wasser diesen Regeln und man stößt immer wieder auf ignorante Surfer. Um das meiste aus deiner Surf Session raus zu holen, bleib aber besser auf der sicheren Seite.

 

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Nach deiner Welle

Das Adrenalin fließt, du bist deine Welle gesurft, es hat super funktioniert aber jetzt bist du in der Impact Zone. Schnell raus da ist oft leichter gesagt als getan. Vielleicht hattest du die erste Setwelle und musst nun den Rest des Sets duckdiven oder irgendwie an deinem Board festhalten bis du es aus dem Weißwasser schaffst. Wichtig wenn du dir deinen Weg aus Impact Zone bahnst: beobachte die Surfer auf den Wellen nach dir. Diese haben nämlich Vorfahrt! Selbst wenn du grade die Hoffnung hast es aus dem Weißwasser zu schaffen. Bist du dir nicht sicher, ob du es über die nächste Welle schaffst bevor der Surfer darauf an dir vorbei cuist, musst du diesem den Weg frei machen. Das heißt Augen zu – oder auf, da sieht man beim Duckdiven magische Dinge! – und nochmal durch, durch den Schaum.

Locals

Stell dir vor, du bist am Strand und in den Wellen groß geworden und surfst deine lokalen Surfspots regelmäßig. Das muss herrlich sein! Aber dann tauchen auf einem super viele Touristen auf, die deinen Spot total überfüllen. Klar, nur weil du an einem bestimmten Ort auf dieser Welt geboren bist, heißt das nicht du bist dort der King. Sicherlich kennen sich die Locals aber am besten aus und es muss furchtbar frustrierend sein, wenn dein Liebling Surf Spot zu Hause mit ignoranten Surf Touristen überflutet wird. Viele Leute haben aller Art Meinungen über Localism. An manchen Orten kannst du sogar ernsthaft in Schwierigkeiten geraten wenn du am ‚Local Peak‘ eine Welle nur anpaddelst. Glücklicherweise gilt dies aber eher nicht für Australien. Der Ozean ist für uns alle da und wir sollten die Wellen und Freude so gut wie möglich teilen. Trotzdem kann es nicht schaden den Locals besonderen Respekt gegenüber zu zeigen, denn trotz allem teilen sie ihre Wellen mit dir!

Schlussendlich geht es darum Spaß zu haben und das Adrenalin zu spüren, also sei großzügig mit deinen Shakas und ‚Yewwws‘ und teile die Freude!

 

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