Das Känguru ist das unbestrittene Symbol Australiens und ist sowohl auf dem Wappen als auch auf der Währung zu sehen. Du findest es ausschließlich in Australien und Neuguinea. Auch wenn es schwierig ist, die genaue Population zu bestimmen, schätzt man, dass es mehr als 40 Millionen Kängurus gibt, die über das gesamte Land verteilt sind.
Was ist ein Känguru?
Das Känguru ist ein Beuteltier, also ein Säugetier, das sein Junges in einem Bauchbeutel trägt. Es gehört zur Gattung Macropus, was „großer Fuß“ bedeutet. In Australien gibt es mehr als 60 Arten von Kängurus und Wallabys.
Vor etwa 30 Millionen Jahren soll in einem australischen Regenwald ein kleines Tier, das einem Opossum ähnelte, von den Bäumen heruntergekommen sein und sich zu diesen erstaunlichen Kreaturen entwickelt haben. Eines davon war ein riesiges Känguru, das „Procoptodon goliah“. Es wog mehrere hundert Kilogramm und ist vor etwa 15.000 Jahren ausgestorben.
Heute gibt es vor allem noch das bekannte Rote Riesenkänguru, das durch die Ebenen Australiens zieht. Mit einem Gewicht von bis zu 90 Kilo ist es das größte heute lebende Beuteltier.
Der Name „Känguru“ stammt vom Aborigine-Wort „Gangurru“. Der Legende nach fragten europäische Entdecker einen Aborigine nach dem Namen dieses seltsamen Tieres, worauf er „gangurru“ antwortete, was angeblich „Ich verstehe nicht“ bedeutet. Diese Geschichte wurde später durch den Linguisten John B. Haviland widerlegt, der Forschungen über das Volk der Guugu Yimidhirr durchführte.
Wo kann man in Australien Kängurus sehen?
Kängurus sind in Australien sehr zahlreich, daher kannst du sie fast überall im Land sehen. Natürlich wird es schwieriger, wenn du in den Städten bleibst! Hier sind einige Orte, wo du sicher Kängurus in freier Wildbahn während deiner Reise in Australien sehen kannst:
- Pebbly Beach, Jervis Bay, Kosciuszko NP (NSW)
- Bunya Mountains National Park, Cape Hillsborough Nature Tourist Park (QLD)
- Great Ocean Road & Grampians (VIC)
- Kangaroo Island, Flinders Ranges National Park (SA)
- Lucky Bay (WA) um Kängurus am Strand zu sehen.
Im Outback und im australischen Busch, wenn du ein bisschen ins Landesinnere fährst, wirst du sicher auf Kängurus treffen 🙂
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Unglaubliche Känguru Fakten
- In Australien leben mehr als 50 Millionen Kängurus – Das sind mehr Kängurus als Menschen.
- Mit seinem Schwanz balanciert das Känguru während es springt. Das Känguru kann bis zu 3 Meter hoch und 9 Meter weit springen.
- Kängurus leben ausschließlich in Australien – sowohl auf dem Festland als auch in Tasmanian und in Neuguinea (Baumkängurus).
- Das Känguru ist das größte Beuteltier der Welt
- Seine Neugeborenen bringt das Känguru als Embryo auf die Welt. Sie messen dann gerade mal 2 cm.
- Männliche Kängurus können bis zu 1,80 Meter groß werden und bis zu 85 kg wiegen.
- Kängurus können nicht schwitzen
- Kängurus können nicht rückwärts laufen
- Der Tritt eines Kängurus kann einen erwachsenen Menschen übrigens töten. Leg dich deshalb besser nicht mit einem Känguru an.
- Kängurus sind nachtaktiv.
- Das Känguru ist nachtaktiv und sehr gesellig. Es lebt in einer Gruppe.
- Das Känguru ist Vegetarier
- Der Name des Kängurus leitet sich von einem Wort der Aborigines ab: „Gangurru“ Man sagt, dass die Europäer dieses Tier entdeckten und daraufhin die Ureinwohner fragten, wie das Tier hieße. Die Ureinwohner antwortet mit „Gangurru“ – was so viel bedeutet wie „Verstehe ich nicht.“ Der Ursprung des Wortes wurde von John B. Haviland erforscht, der die Linguistik des „Guugu Yimidhirr“- Volkes studierte.
- Es gibt 4 Känguru-Arten. Das bekannteste ist das rote Känguru. Darüber hinaus gibt es das Eastern Grey, Western Grey, und das Wallaroo. Zusammen mit den Wallabies zählen insgesamt 45 Arten zur „Känguru Superfamilie“.

Das Känguru und seine Babys
Das Baby-Känguru heißt Joey.
Als Beuteltier bringt das Känguru Neugeborene im Embryozustand auf die Welt. Die Embryos sind gerade mal 4 Wochen alt und messen nicht mehr als 2 cm. Das Embryo wandert direkt in den Beutel der Mutter, der vier Zitzen enthält, die je nach Entwicklungsstufe des kleinen Kängurus eine andere Milch liefert. Das Baby klammert sich an die Zitzen und verlässt den Beutel nicht bis es sich selbst ernähren kann (ca. 5 bis 6 Monate später).
Ein Känguru kann bis zu drei Babys gleichzeitig haben. Eines im Mutterleib, eines im Beutel und eines, das den Beutel bereits verlassen hat.

Was frisst ein Känguru?
Kängurus sind hauptsächlich Pflanzenfresser. Ihre Ernährung besteht vor allem aus Pflanzen wie Gras, Blättern, Blumen, Trieben und Früchten. Du wirst sehen, dass sie perfekt an eine nährstoffarme Ernährung angepasst sind und die in Pflanzen enthaltene Zellulose sehr effizient verdauen können. Sie fressen oft während des Morgentaus, um zusätzlich Wasser aufzunehmen. Dadurch können sie lange Zeit ohne direktes Trinken überleben, da sie ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung decken.
Kängurus verfügen außerdem über ein spezielles Verdauungssystem, um faserreiche Nahrung zu verarbeiten. Sie verbringen einen großen Teil ihres Tages mit Fressen, hauptsächlich früh morgens und am späten Nachmittag, wenn die Temperaturen kühler sind. Dabei legen sie oft weite Strecken zurück, um geeignete Weideflächen zu finden.
Was tun, wenn du ein verwaistes Känguru-Baby findest?
Angefahrene Tiere erkennen
Es ist in Australien leider häufig, tote Tiere am Straßenrand zu sehen. Dabei kann es sich um weibliche Kängurus handeln, die ein Junges im Beutel tragen.
Du solltest wissen: Manchmal werden angefahrene Tiere bereits kontrolliert. Wenn das der Fall ist, werden sie oft mit Farbe markiert. Das bedeutet, dass kein Jungtier im Beutel war.
➡️ Wenn du also ein angefahrenes Tier siehst und es sicher möglich ist, halte an und überprüfe, ob sich ein Baby im Beutel befindet.
Tipp: Speichere dir eine Liste von Wildtierauffangstationen in Australien (nach Bundesstaat) auf deinem Handy oder mache Screenshots – das kann im Notfall sehr hilfreich sein.
Vorgehensweise, um das Baby zu retten
Laut Australian Geographic solltest du folgendermaßen vorgehen:
- 📞 Kontaktiere die nächstgelegene Organisation oder nationale Einrichtungen wie WIRES oder Wildlife ARC. Sie sagen dir, wohin du das Tier bringen kannst.
Falls kein Tierheim in der Nähe ist, bring das Tier zu einem Tierarzt. Du kannst auch 1300 ANIMAL kontaktieren. - ✂️ Hole das Joey vorsichtig aus dem Beutel, um es nicht zu verletzen oder zu stressen. Positioniere den Körper der Mutter so, dass die Öffnung des Beutels zu dir zeigt. Oft brauchst du eine Schere, um den Beutel zu öffnen. Halte dabei immer deine Hand zwischen Schere und Baby.
- 🍼 Wenn du das Baby erreichst, fühle vorsichtig nach seiner Schnauze und finde die Zitze, an der es saugt. Halte sie zwischen zwei Fingern fest und schneide sie vorsichtig ab. Versuche, sie im Mund des Babys zu lassen, damit es sie nicht verschluckt. Wenn es sie loslässt, lass sie einfach fallen.
👉 Wenn du keine Schere hast, ziehe die Zitze sehr vorsichtig heraus (Achtung: Verletzungsgefahr). - ❌ Füttere das Baby auf keinen Fall – egal ob Wombat, Wallaby, Känguru oder Tasmanischer Teufel. Jede Art braucht spezielle Milch. Falsche Nahrung kann tödlich sein.
- 🧣 Wickle das Joey in eine Decke oder weiche Stoffe, halte es warm und möglichst im Dunkeln.
- 🚗 Bringe das Baby schnellstmöglich zu einer Auffangstation oder zu einem Tierarzt.
- 💧 Während des Transports kannst du etwas Wasser in deine Hände geben, um zu sehen, ob das Baby versucht zu trinken.
⚠️ Wichtig: Deine Sicherheit geht immer vor. Halte nur an, wenn es keine Gefahr für dich oder andere Verkehrsteilnehmer darstellt.




















