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Unser Roadtrip

Unser Roadtrip

Hier findest ihr eine kurze Zusammenfassung unseres Roadtrips durch Australien mit dem Working Holiday Visum. Insgesamt waren wir 18 Monate unterwegs – Das Abenteuer unseres Lebens!

Bevor wir nach Australien geflogen sind

Nachdem wir 4 Jahre in Frankreich gearbeitet hatten, war es an der Zeit für eine Pause. Australien schien perfekt dafür. Wir recherchierten ein wenig, bereiteten uns auf unsere Reise vor und ein paar Monate später saßen wir im Flugzeug Richtung Australien. Unseren Tripp starteten wir mit einem jeweils einwöchigen Aufenthalt in Singapur und Thailand. Pünktlich zum großen Feuerwerk, kamen wir am 31. Dezember in Sydney an.

Kurze Zeit später kauften wir uns einen Toyota Coaster aus dem Jahr 1976. Doch bevor es auf die Straße ging, saßen wir erstmal einige Monate in der Garage fest: Wir mussten sehr viel an unserem Bus machen, um ihn zum Laufen zu bringen. Dann konnte das Abenteuer beginnen!

  

Der Roadtrip

Year #1

Wir verbrachten einen Monat lang an der Gold Coast ohne, dass auch nur ein Tropfen Regen gefallen ist. Schon bald mussten wir unsere Reisekasse mit einem Farmjob auffüllen. Für uns beide das erste Mal. Wie sich herausstellte, haben wir die harte Arbeit sehr unterschätzt.

Nachdem wir genug Geld gespart hatten, ging es Richtung Süden: Melbourne, Adelaide, Kangaroo Island. Dann haben wir den Nullarbor überquert. Dann ging es eine ganze Weile durch den Süden Australiens, eine Gegend in der Mann nur selten einer Menschenseele begegnet.

Nur 50 Kilometer vor unserem Ziel, machte uns ein Loch in unserem Reifen zu schaffen. Zum Glück war es nicht dramatisch, für unseren 3 Tonnen-Bus allerdings schon eine kleine Herausforderung. Schnell hielt ein Geländewagen an und half uns dabei, den Reifen zu flicken. Diese Australier sind schon ziemlich cool.

Dann erreichten wir Albany im Südwesten von Westaustralien, um auf einer Erdbeerfarm zu arbeiten. Die Arbeit war schlecht für unseren Rücken und die Bezahlung auch sehr dürftig. Deshalb machten wir uns auf nach Gingin. Dort pflückten wir Sangen, Zitronen und Mandarinen. Die Besitzer ware sehr nett, das Team toll und darüber hinaus wurden wir gut bezahlt. Wir blieben zwei Monate und hatten unglaublich viele tolle Momente.

Dann ging unsere Reise weiter an der wilden West Coast entlang. In Broome trafen wir ein französisches Pärchen, mit dem wir zusammen nach Darwin reisten. Die Reise führte uns durch den Litchfield National Park und Kakadu. Nach einem Monat trennten sich unsere Wege. Wir machten uns auf ins Zentrum Australiens.

Dort entdeckten wir eine ganz andere Welt. Alles war flach, die Farben änderten sich.

Ein paar Kilometer vor Uluru hatten wir wohl eine der schlimmsten Erinnerungen an unseren Roadtrip. Regen überschwemmte unseren Stellplatz. Unser Bus steckte im Matsch fest. Wir konnten nicht weg. Wir waren alleine und hatten keinen Empfang.

Nach ein paar Versuchen haben wir uns entschieden, per Anhalter zum Touristenzentrum in Uluru zu fahren. Dort konnten wir die Pannenhilfe kontaktieren. Die Antwort war klar und deutlich: 1.000 AUD, für einen Abschleppwagen. Wir lehnten ab und entschieden uns für die günstigere Variante: Einen Minibagger für 25 AUD.

Einen Tag lang verbrachten wir damit, unter Regenwolken zu graben – doch nichts passierte.

Wir brauchten Hilfe. Am Straßenrand hielten wir ein paar Fahrzeuge an. Ein Geländewagen hielt und half uns. In nur 2 Minuten hatten wir es geschafft. Wir waren gerettet!

Am nächsten Tag kam die Sonne wieder raus, sodass wir den Uluru-Kata Tjuta National Park in all seiner Pracht bestaunen konnten. Dann ging es weiter Richtung Süden zu Coober Pedy.

In Adelaide fanden wir einen Job als Kirchenpflücker. Das Team war toll, die Arbeit relativ entspannt und wir hatten die Möglichkeit 60 Stunden/Woche zu arbeiten. Somit verdienten wir eine Menge Geld. Wir blieben 1,5 Monate lang bevor wir nach Melbourne fuhren, um dort Weihnachten zu feiern.

YEAR #2

Nachdem uns das neue Jahr mit 40 ° C begrüßte, fuhren wir mit der Fähre nach Tasmanian. Es war wunderbar. Alles war grün und wild. Tasmanien hat uns verändert.

In Tasmanian haben wir uns dazu entschlossen zu arbeiten bevor wir zurück nach Queensland fuhren (wegen der Überschwemmungen waren die Ernten beschädigt). Unter schwierigen Bedingungen pflückten wir Äpfel. Wir wurden nach Kilo bezahlt. Es regnete ständig und es gab weder Toiletten noch Duschgelegenheiten. Die Zeit waren ziemlich ungemütlich. Nach 1,5 Monaten verließen wir die Farm. Zurück auf dem Festland kam der Winter. Als wir Canberra erreichten, waren die Nächte bitterkalt. Mit nächtlichen Temperaturen um die -3 ° C mussten wir eine Entscheidung treffen: Weiter entlang der Ostküste Richtung Norden oder landeinwärts, so weit nördlich wie möglich und dann entlang der Küste Richtung Süden. Weil es so kalt war, entschieden wir uns landeinwärts zu reisen. 2.500 Kilometer durchs Outback. Endlose Landschaften, unglaublich monoton, aber auch inspirierend und einzigartig. Nach einer Woche erreichten wir Townsville. Die Sonne bei 27 ° C. Vom Winter in den Sommer in nur einer Woche. Parallel dazu erwachte das Projekt Australien Backpackers Guide zum Leben.

In Northern Queensland erreichten wir endlich das Meer. Die Küstenstraße führte uns Richtung Great Barrier Reef und zu den Whitsundays.

Nachdem wir das tropische Australien mit seinen Krokodilen und üppigen Wäldern entdeckt haben, war es an der Zeit zurückzukehren. Die Rückkehr nach Sydney war schwierig. Das Ende nahte. Wir hatten den Bus bereits online zum Verkauf angeboten.

In einer kleinen Stadt in der Nähe von Rockhampton interessierte sich jemand für den Bus. Mit einem Angebot, dem wir nicht widerstehen konnten, verkauften wir unseren geliebten Bus. Die darauffolgende Zeit war sehr hart für uns. Es war wie die Rückkehr in die Realität.

Wir mieteten einen Wagen, um nach Brisbane zu fahren. Dort blieben wir noch einige Wochen, bis wir zurück nach Sydney fuhren…

Nach fast zwei Jahren auf der Straße, vielen Freundschaften, unglaublichen Landschaften, einer riesen Portion Freiheit und einer Menge Spaß fand unser Roadtrip ein schönes Ende! Würden wir es wieder tun? Auf jeden Fall!

Unser Roadtrip
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